East-West-Sextett

Yes or No

Der ukrainische Trompeter Dmitrij Telmanov verzaubert mit seinen Kompositionen und Arrangements die Jazzwelt. Wer die ersten Töne des Albums „Yes or No“ hört, wird die unbändige Spielfreude der Improvisationen sofort spüren.

Besetzung

© Stefan Pieper

Was 2005 zum ersten Take 5 Jazz am Hellweg-Festival mit dem East-West-Quartett begann, ist heute ein Sextett, das im Kern immer noch aus den Musikern der damaligen Formation besteht: dem ukrainischen Trompeter Dima Telmanov, der Pianistin Alexandra Hanke, dem Schlagzeuger Benny Mokross und Uli Bär am Kontrabass. Mit Patrick Porsch am Tenor-Saxophon und Paul Lüpfert, einem jungen Posaunisten, wurde aus dem Quartett ein Sextett, das Telmanov viel mehr Möglichkeiten des Arrangierens und des Komponierens bietet.

Dimtrij Telmanov wurde im Ural geboren, bevor seine Familie in die Ukraine umzog und ihm dort ein Trompeten-Studium in Odessa ermöglichte. Dann wechselte er an die Folkwang Universität der Künste in Essen zum Jazzstudium bei Uli Beckerhoff.
Die gerade erschienene CD „YES OR NO“ verspricht einen wahrhaften Klangrausch bei den LiveAuftritten. Das Album beschreibt den Lebensweg dieses außergewöhnlichen Trompeters: vom Ural nach Odessa und von Odessa nach Essen ins Ruhrgebiet.

Mit „First Visum“ kommt die Freude zum Ausdruck, das erste deutsche Visum in der Hand zu halten. „Russian Standard“ ist eine Hommage an den berühmten russischen Wodka. Mit „Avenue de l` Ocean“ setzt er seine Urlaubserlebnisse an der französischen Atlantikküste in mitreißende Rhythmen um.

Wie eine Erzählung klingt „Nacht am Hellweg“, eine Erinnerung an die vielen nächtlichen Autofahrten nach unzähligen Auftritten auf der B 1, der alten Handelsstrasse, nach Hause in seine neue Heimat Unna.